Die Referenten/innen des 12. Branchentags Windenergie NRW

Dr. Thomas Ader, Uniper Technologies GmbH

Trends in Planung, Ausführung und Service von Netzinfrastrukturen

Die Investitionen in die Netzinfrastruktur in den nächsten Jahren stellen Versorger wie auch Dienstleister vor enorme Herausforderungen. Der Vortrag gibt zunächst einen Abriss über die geforderten Dienstleistungen, um die Projekte zu realisieren. In weiteren wird dargestellt, welche Ansatzpunkte es aus organisatorischer wie aus technischer Sicht gibt, die bestehenden Abwicklungsstrukturen zu verbessern, um dem Ressourcenengpass bei der Projektumsetzung zu begegnen.

Claudia Bredemann, EnergieAgentur.NRW

Die Anwendung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung bei Windenergieprojekten in NRW

Ein bedeutendes Rechtsinstrument zur Durchsetzung von Belangen des Naturschutzes stellt die sog. naturschutzrechtliche Eingriffsregelung dar, die seit 1976 im Bundesnaturschutzgesetz verankert ist. Sie bezieht sich sowohl auf Veränderungen und Eingriffe in den Naturhaushalt als auch auf Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, die ja vor allem bei Windenergieprojekten zum Tragen kommen.

Der Vortrag gibt einen Einblick in die aktuellen rechtlichen Grundlagen und zeigt u.a. anhand von Beispielen auf, wie die "Eingriffs-Ausgleichs-Regelung" im Rahmen von WEA-Projekten Berücksichtigung findet.

Jenny Bünger, FGH GmbH

Netzanschluss in Spanien – das spanische Zertifizierungssystem

Im Zuge der nationalen Umsetzung der europäischen Netzkodizes hat auch Spanien seine Anforderungen an die Netzintegration auf eine Zertifizierungspflicht für Erzeugungseinheiten, Reglungskomponenten und Erzeugungsanlagen aufgebaut.
Welche Unterschiede, Besonderheiten und Vorgehensweisen zu beachten sind, werden in einem kurzen Beitrag erläutert und im Nachgang diskutiert.

Martin Buntemeyer, OSTWIND Erneuerbare Energien

Repowering

 

Mike Heinemann, EnBW AG

Risiken in der Stromvermarktung - Welche Risiken kann und möchte ich übernehmen?

Das Jahr 2020 zeigt uns auf dramatische Weise, wie Risiken unser Leben beeinflussen und wie wir unerwartete Situationen bewältigen müssen.
Für alle Bereiche, auch für ein PPA, gilt es die Risiken zu erkennen und sich damit auseinander zusetzen, denn nur dann ist eine effiziente und effektive Bewältigung möglich.

Jeder Vertragspartner muss sich im Klaren sein, welche Risiken er übernehmen kann und möchte und wo die Grenze der Risikoübernahme ist.

In dem Vortrag werden Risiken der Stromvermarktung vorgestellt und anhand verschiedener Beispiele der Risikoverteilung diskutiert.

Moritz Czakalla, renerco plan consult GmbH

Potential Hybridkraftwerke, sinnvolle Kombination von Wind und Solar

Das zeitlich ungleiche Primärenergieangebot von Wind und Solarstrahlung ermöglicht eine höhere zeitliche Auslastung der elektrischen Infrastruktur. Die Erweiterungsmöglichkeiten bestehender Erzeugungsanlagen sind dabei sehr von den lokalen Gegebenheiten abhängig und individuell zu bewerten.
Anhand von Beispielen aus der Praxis werden wichtige Erkenntnisse vorgestellt.

Dr. Thomas Eck, VGB PowerTech e.V.

Effizienzgewinn in der Windindustrie durch Standardisierung - Anlagenkennzeichnung mit RDS-PP®

Eine systematische und einheitliche Kennzeichnung von Anlagen für Erzeugung und Speicherung von Strom und Wärme ist keine Selbstverständlichkeit. Dabei ist diese auch mit Blick auf die Digitalisierung für eine kosteneffiziente Planung, Errichtung, Betriebsführung, Instandhaltung und den Rückbau ein wesentliches Element, auch für Windenergieanlagen: Systeme und einzelne Anlagenteile sind eindeutig zu kennzeichnen und zu beschildern. Ein in der Branche anerkanntes Kennzeichensystem wie RDS‐PP® ist zudem Basis der Anlagen- und Produktdokumentation und Schlüssel zu effizientem Datenmanagement.

Nachhaltiger Rückbau von Windenergieanlagen/Disposal of Rotor Blades - Aktivitäten des VGB

In Deutschland erreicht in den nächsten 10 Jahren mehr als die Hälfte der Windenergieanlagen das Ende der wirtschaftlichen oder technischen Lebensdauer. Ab 2021 ist mit Wegfall der EEG-Vergütung ein deutlich ansteigendes Rückbauvolumen zu erwarten. Daraus ergeben sich für die Branche sowohl organisatorische, logistische als auch technische Herausforderungen. Der Nachhaltigkeitsaspekt bei Demontage und Recycling, insbesondere der Rotorblätter, spielt dabei eine wichtige Rolle. VGB beschäftigt sich ergänzend zur DIN SPEC 4866 aus Betreibersicht mit dem Thema im Rahmen eines VGB-Standards.

Katrin Fuhrmann - ENGIE

Weiterbetriebs PPA - Lösungen für die vielen Steine im Weg

Altanlagen suchen nach einer Möglichkeit Ihre Anlagen im Sinne der Energiewende weiterzubetreiben. Wie vergleiche ich Angebote, wie reagiere ich bei niedrigen Börsenpreisen und wie gehe ich mit Mischparks um, die noch Teile des Windparks in der Direktvermarktung haben.

Constantin Greif - enervis energy advisors GmbH

Grüner Wasserstoff als Systembaustein für Sektorenkopplung und Marktintegration von Windenergie

- Klimaschutz, Sektorenkopplung und Wasserstoff
- Rahmenbedingungen für Power-to-Gas
- Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff
- Markthochlauf und Marktintegration

Thoralf Herbold - GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB

Artenschutzrechtliche Anforderungen an die Genehmigung von Windenergieanlangen – Aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung

Der Ausbau der Windenergie ist in den letzten Jahren ins Stocken geraten. So wurden deutlich weniger Genehmigungen für Windenergieanlagen erteilt. Die Ausbauziele für Windenergie der Bundesregierung wie auch der Landesregierung NRW werden dadurch nur schwer umzusetzen sein. Ursache hierfür sind insbesondere auch behördliche sowie gerichtliche Auseinandersetzungen über artenschutzrechtlichen Anforderungen an den Bau und den Betrieb der Anlagen. Der Vortrag möchte zunächst die aktuelle Rechtsprechung zu artenschutzrechtlichen Anforderungen an die Genehmigung von Windenergieanlagen insbesondere in NRW nachzeichnen. Sodann wird anhand der aktuellen Rechtsprechung aufgezeigt, welche Anforderungen an den Nachweis eines signifikant erhöhten Tötungsrisikos gem. § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG zu stellen sind. Dabei wird insbesondere auf die Verbindlichkeit und die Rechtsnatur des Leitfadens zur Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen in NRW eingegangen.

Andreas Hornig, BayWa r.e. Wind GmbH

Lokale Akzeptanz von Windenergieprojekten - eine Übersicht

Der Beitrag beschäftigt sich mit durchgeführten Studien zur lokalen Akzeptanz von Windenergie und zeigt mögliche Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung auf.

Philipp Hölscher - EnBW AG

Transparente Projektentwicklung - Visualisierung von Windenergieanlagen unter Anwendung von Augmented Reality

Bei raumbedeutsamen Bauvorhaben lassen sich Auswirkungen auf das Landschaftsbild oft nur schwer abschätzen. Insbesondere bei Windkraftprojekten können die Dimensionen der Windenergieanlagen das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigen.
Der neue AR-basierte Ansatz der EnBW vermittelt Beteiligten vor Ort in Echtzeit eine realistische Darstellung der geplanten Windenergieanlagen sowie deren Einbettung in das Landschaftsbild. Dabei werden die Anlagen realitätsnah und vollanimiert (z.B. Rotordrehung, Gondelausrichtung) dargestellt.

Daniel van Issum, CWD – Chair for Wind Power Drives der RWTH Aachen University

Restlebensdauer von Windenergieanlagen - Einflussfaktoren und deren Wirkung

Im Rahmen des Forschungsprojekts "ReStroK - Reduktion der Stromgestehungskosten unter Nutzung von historischen und aktuellen Betriebs- und Servicedaten von Onshore-Windenergieanlagen" soll unter anderem die Resatlebensdauer von Windenergieanlagen bestimmt werden. Die bis dato gewonnenen Erkenntnisse über die Einflussfaktoren sowie ihre Wirkung auf die Restlebensdauer werden in diesem Kurzbeitrag vorgestellt, um im anschließenden Workshop ausgiebig darüber diskutieren zu können.

Dr. Uwe Jassmann, Center for Wind Power Drives; RWTH Aachen University

Zertifizierung von WEA auf Prüfständen – von der Forschung in die Richtlinien

Die Zertifizierung der elektrischen Eigenschaften von WEA auf Systemprüfständen kann die benötigte Zeit für die zugrundliegende Messkampagne deutlich reduzieren. Fragen zur genauen Umsetzung solcher Prüfstände, hinsichtlich der Nachbildung des Rotors oder der Netzemulatoren, waren bisher weitestgehend ungeklärt. In dem Verbundvorhaben „CertBench - Systematische Validierung von Systemprüfständen anhand der Typprüfung von Windenergieanlagen“ widmen sich Forscherinnen und Forscher des Center for Wind Power Drives der RWTH Aachen und der Industrie diesen Fragen.

Frederik Kalverkamp, FGH GmbH

Windparkprojektierung in Europa

Die Windparkprojektierung ist längst kein Thema mehr, welches sich auf einzelne Staaten oder gar Bundesländer herunterbrechen kann. Im Gegenteil agieren viele deutsche Unternehmen - auch aus NRW - mittlerweile europäisch oder auch global. Insbesondere die relativ stabilen Rahmenbedingungen europäischer Staaten bieten Verlässlichkeit und Planungssicherheit - für mehrjährige Projektentwicklungen von Windparks unabdingbar. In diesem Workshop teilen hochkarätige Experten in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern mit Ihnen Erfahrungen in ausgewählten europäischen Ländern.

Steffen Kawohl - EnergieAgentur.NRW

Wie können formelle Verfahren und informelle Öffentlichkeitsbeteiligung verzahnt werden?

Ein transparenter Planungsprozess im Dialog mit den Menschen vor Ort kann Konflikte um Windenergievorhaben mindern. Mit frühzeitigen informellen Dialogangeboten können mögliche Konfliktthemen herausgearbeitet und so schon vor dem Genehmigungsprozess geklärt werden. Der Vortrag zeigt auf, wie ein dialogisches Planverfahren aussehen kann und wie informelle Angebote mit dem formellen Verfahren verzahnt werden können.

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Nordrhein-Westfalen zum innovativsten und klimafreundlichsten Industriestandort weiterzuentwickeln.

Marcel Keiffenheim - Greenpeace Energy eG

Windkraftanlagen nach der EEG-Förderung

Warum ist es wichtig, dass Windkraftanlagen auch nach Förderende weiterhin Strom produzieren? Welche Risiken kommen auf die Anlagen zu? Welche Vorteile bietet der Abschluss eines PPA nach Ende der EEG-Förderung? Was ist dabei zu beachten? Wie lässt sich sicherstellen, dass Betreiber*innen im PPA einen fairen Preis für ihren Strom erhalten? Welche zusätzlichen Optionen sind mit einem PPA möglich?

Tim Krampe- TÜV SÜD Industrie Service GmbH

Digitale WEA Inspektion

Live Vorführung der TÜV SÜD Wind App zur Prüfung von Windenergieanlagen.

Gabriele Krater, WOMEN.ENERGY.NETWORK e.V.

Gabriele Krater ist Leiterin des Referats für Energie(kartell)recht im Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.
Seit April 2016 ist sie Vorsitzende des von ihr mit gegründeten Vereins wom.e.n. – WOMEN.ENERGY.NETWORK e.V., ein Verein, der sich eine höher Präsenz von Frauen in der Energiewirtschaft zum Ziel gesetzt hat.

Netzwerken in Krisenzeiten

Wozu Netzwerken? Und dann noch geschlechtsspezifisch? Was bringt mir das?

Antworten auf Fragen, die im Kontext eines frauenspezifischen Netzwerks insbesondere von jüngeren Frauen immer wieder gestellt werden.

Der Vortrag soll den Mehrwert und Sinn eines solchen Netzwerks, das sich ausdrücklich mit beruflichen Situationen und Herausforderungen befasst und dessen Mitglieder keine "Frauenförderung" benötigen, sondern ihre Expertise und ihre Professionalität zeigen und fortentwickeln, aufzeigen.

Frank Kreimer, HAGEDORN Abbruchservice GmbH

Rückbau von Windenergieanlagen in der Praxis

Seit 2014 hat sich Hagedorn auf den professionellen Rückbau von Windkraftanlagen spezialisiert und bietet das gesamte Spektrum von der Demontage, über die fachgerechte Entsorgung und das Recycling aller Materialien, den Rück- oder Neubau von Zuwegungen bis zur Weitervermarktung an. Die Rotorblätter werden mittels modernster Sägetechnik vor Ort zerlegt, der Fundamentbeton wird mit mobilen Brecheranlagen zu Recyclingmaterial verarbeitet und direkt eingebracht, um unnötige Kosten und wertvolle Ressourcen zu sparen. Wir arbeiten ausschließlich mit geschulten und qualifizierten Mitarbeitern.

Mike Kutzner - BayWa r.e. Clean Energy Sourcing GmbH

Wirtschaftlicher Weiterbetrieb von Windanlagen: Optimierung von Kosten und Erlösen.

In diesem Vortrag werde ich auf der einen Seite auf die Optimierung von Kosten während der Zeit nach dem Auslaufen EEG-Vergütung eingehen und auf der anderen Seite die möglichen Erlöse beleuchten.

Martin Lenart, FIR e.V. an der RWTH Aachen

Optimierung der Instandhaltung unter Berücksichtigung unstrukturierter Daten aus Serviceberichten

Das im Rahmen von Serviceberichten verfügbare Wissen aus Instandhaltungseinsätzen wird bislang nur unzureichend ausgewertet und für die Instandhaltungsoptimierung genutzt. Im Rahmen des Vortrages werden Ansätze gezeigt, die unstrukturiertes Wissen aus Serviceberichten mit Betriebsdaten in Verbindung bringen.

Heinz-Uwe Lewe, MWIDE NRW

Wasserstoffland NRW - Chancen & Herausforderungen

Auf dem Weg hin zu einer THG-neutralen Wirtschaft werden über Energieeffizienz und Ausbau erneuerbarer Energie hinaus, Wasserstoff und synthetische Energieträger eine entscheidende Rolle spielen. Wasserstoff ist Langzeitspeicher und universeller Energieträger, der die Sektoren Strom, Verkehr, Industrie und Wärme intelligent verbindet.

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Nordrhein-Westfalen zum innovativsten und klimafreundlichsten Industriestandort weiterzuentwickeln.

Björn Lindner - EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Transparente Projektentwicklung - Visualisierung von Windenergieanlagen unter Anwendung von Augmented Reality

Bei raumbedeutsamen Bauvorhaben lassen sich Auswirkungen auf das Landschaftsbild oft nur schwer abschätzen. Insbesondere bei Windkraftprojekten können die Dimensionen der Windenergieanlagen das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigen.
Der neue AR-basierte Ansatz der EnBW vermittelt Beteiligten vor Ort in Echtzeit eine realistische Darstellung der geplanten Windenergieanlagen sowie deren Einbettung in das Landschaftsbild. Dabei werden die Anlagen realitätsnah und vollanimiert (z.B. Rotordrehung, Anpassbarkeit Gondelausrichtung) dargestellt.

Dr. Thomas Littmann - green4net GmbH

Automatisierte Datenanalyse mit WindPlus 4.0 – erste Erfahrungen in der Anwendung der TR 10

Die FGW TR 10 stellt als Richtlinie des EEG 2017 zur Ermittlung der Standortgüte nach jeweils 5 Jahren hohe Anforderungen an die Analyse von Betriebsdaten. WindPlus setzt diese Anforderungen automatisiert und konform zur TR 10 um. Der Analysebericht mit zusätzlicher Performance-Analyse wichtiger Anlagenkomponenten stellt die Grundlage für das verpflichtende Standortgüte-Gutachten dar. Im Laufe der Entwicklungsarbeiten wurden einige Inkonsistenzen in der vorliegenden Revision 0 der TR 10 festgestellt.

Prof. Stefan Loubichi - KSG Kraftwerks-Simulator-Gesellschaft mbH

Was sich durch das IT-Sicherheitsgesetz für die Windindustrie ändern könnte

Der Referentenentwurf zum IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG 2.0) liegt seit dem 27. März 2019 vor, musste aber vom Bundesinnenministerium (BMI) noch einmal nachgebessert werden und befindet sich in den Fachressorts zur endgültigen Abstimmung vor Einreichung in den Bundestag. Zusammen mit der in der Öffentlichkeit kaum erwähnten, aber in voller Diskussion befindlichen Absenkung der Schwellenwerte in dem Update der Kritis-Verordnung wird dies die Windenergie massivst beeinflussen. In dem Vortrag finden sich alle Eckpunkte des IT-SIG 2.0, die bald für die Windenergie von größter Relevanz sein werden.

Marco Martusciello, ALDINGER+WOLF

Augmented (AR) und Virtual Reality (VR) im industriellen Training

ALDINGER+WOLF ist seit 1991 „auf dem Markt“, beschäftigt 20 Mitarbeiter in Stuttgart und Berlin – und ist auf die Entwicklung komplexer Augmented sowie Virtual Reality-Anwendungen für Produktentwicklung, Schulung, Training und Marketing spezialisiert.

Marco Martusciello, Senior Project Manager am Standort Stuttgart, stellt Ihnen anhand aktuellster Use-Cases die Mehrwerte von Augmented und Virtual Reality, im heutigen industriellen Umfeld, dar.

Prof. Dr. Martin Maslaton, MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Artenschutz die unendliche Geschichte - und ihre Lösung

Die Diskussion um die Berücksichtigung artenschutzrechtlicher Belange bei der Errichtung von Windenergieanlagen ist auch im Jahr 2020 nicht ohne Bewegung. So stellte das VG Gießen in einem Urteil am Anfang des Jahres erneut die Europarechtskonformität des § 45 Abs. 7 S. 1 Nr. 5 BNatSchG als Ausnahmetatbestand in Frage. Andererseits stellte das OVG Koblenz endlich klar, dass immer unrealistischere Vorgaben für die Windenergie in Bezug auf den Artenschutz einem Vorhaben nicht pauschal entgegen gehalten werden können. Die aktuellen Entwicklungen und fallspezifischen Erfahrungen werden erörtert und - ermöglicht durch die Betreuung einer Dissertation zu diesem Thema - akademisch untersetzt (wie gewohnt nicht ohne Unterhaltungswert durch den vortragenden Professor Maslaton) und an Beispielen erörtert.

Andreas Nelles, ENERTRAG AG

Wasserstoff-Drehscheibe Bahnsdorfer Berg

Mit dem Wasserstoff-Hybridkraftwerk Prenzlau (in Betrieb seit 2011) und dem Verbundskraftwerk Uckermark gilt Enertrag als erfahrener Pionier im Bereich der Sektorkopplung.

In Kooperation mit ONTRAS Gastransport GmbH, Verkehrsunternehmen und Industrie arbeitet ENERTRAG in der Lausitz an einem innovativen Konzept zur Sektorkopplung. Ziel ist die großvolumige Erzeugung von grünem Wasserstoff für die Anwendung in Mobilität, Wärme und Industrie vor Ort und in der Region.

Andreas Nelles, Projektleiter am Standort Dortmund, stellt das Projekt vor und freut sich auf einen lebhaften Austausch.

Annette Nüsslein, RDR Wind e.V.

DIN SPEC 4866 - ein neuer Branchenstandard für Rückbau, Demontage, Recycling und Verwertung von Windenergieanlagen

Einen Standard oder eine Norm für die Demontage und das Recycling von Windenergieanlagen gab es weder in Deutschland noch in Europa. Das änderte sich am 17. Juli 2020, als das Deutsche Institut für Normung (DIN) e. V. die DIN SPEC 4866 veröffentlicht hat. „Nachhaltiger Rückbau, Demontage, Recycling und Verwertung von Windenergieanlagen“ lautet der Titel des 26-seitigen Dokuments. Es legt Rahmenbedingungen für den gesamten Rückbau-Prozess fest – von der Planung über die Durchführung bis zur Dokumentation – und bietet u.a. den Betreibern eine Hilfestellung an. Initiator war die RDRWind e.V.

Anne Palenberg, Bundesverband WindEnergie e.V.

Netzintegration 2030: Chancen und Herausforderungen für die Windbranche

Der Beitrag fokussiert auf die Erbringung von Systemdienstleistungen (SDL). Die EU-Strommarktrichtlinie fordert, dass ab dem 1.1.2021 folgende sechs SDL marktgestützt beschafft werden „müssen“:

  • Statische Spannungsregelung
  • Einspeisung von dynamischem Blindstrom
  • Trägheit der lokalen Netzstabilität
  • Kurzschlussstrom
  • Schwarzstartfähigkeit
  • Inselbetriebsfähigkeit

Der Vortrag ordnet ein welchen Betrag die Windenergie hier leisten kann und welche SDL aus Sicht des BWE zukünftig marktgestützt beschafft werden sollten. Zudem zeigt der Beitrag wichtigen politischen Handlungsbedarf auf.

Niklas Raffalski, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Potenzialstudie Windenergie NRW

Vorgestellt werden können die Konzeption und Methodik der landesweiten Potenzialstudie Windenergie NRW, die das LANUV derzeit für das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW durchführt. Dazu zählen beispielsweise die Fragen, welche Flächenkategorien als Potenzial-, Einzelfall- oder Ausschlussflächen für die Windenergienutzung bewertet werden, wie das Repowering-Potenzial ermittelt wird oder wie das landesweite Potenzial quantifiziert wird. Konkrete Ergebnisse werden vermutlich jedoch noch keine vorliegen und können daher nicht präsentiert werden.

Martin Rath - Ventus Wind Services GmbH

Neue Methoden zur Optimierung der Blattwinkeleinstellung mit einer Kombination aus  Kamera- und Sensortechnologie

- Auswirkungen von Blattwinkelfehlstehlungen auf Windkraftanlagen
- Erkennung von Blattwinkelfehlstellungen bei vollem Betrieb der Anlage
- Ermittlung des aerodynamisch effizientesten Rotorblatts mit
Unterstützung von Sensortechnoglogie
- Korrektur der Blattwinkelfehlstellung
- Verifizierung der Ergebnisse

Dr. Hartwig Schlüter, EnerPlan Projektentwicklung GmbH

„Wissenschaftliche Integrität in Machtstrukturen – Willkür bei artenschutzrechtlichen Risikoentscheidungen?!“

Das BVerfG hat in seinem Beschluss vom 23.10.18 zu artenschutzrechtlichen Risikoentscheidungen bei den Normenanwendern ein "Erkenntnisvakuum" konstatiert - d.h., das relevante EU-Recht wird nicht angewendet. Die Normenanwender - Juristen, Ornithologen, Landschaftsplaner - sind auch heute noch nicht in der Lage, die Bedeutung der von ihnen verwendeten Risiko-Begriffe zu erklären und einfache Risiko-Sachverhalte an Zahlenbeispielen zu erläutern.  Wenn Tatsachen nur scheinbar ermittelt werden, dann wird die Rechtsstaatlichkeit ausgehebelt.

Martin Schneider, anemos GmbH

Neue Herausforderungen in 2020 – Prognose der Standortgüte nach TR10 & Weiterbetrieb Ü20

Neue Herausforderungen stellen sich in 2020 für die Windenergie. Da die ersten WEA nach dem neuen EEG 2017 nun etwa 1 Jahr in Betrieb sind, stellt sich die Frage, ob bereits nach einem Jahr Betriebszeit die Standortgüte nach 5 Jahren hinreichend gut prognostiziert werden kann. Nach EEG 2017 muss die Standortgüte nach 5 Jahren überprüft werden und die Vergütung wird rückwirkend angepasst. Dies birgt Risiken in der Finanzierung. Der Betreiber muss Mittel zurückhalten, um etwaige Nachzahlungen nach 5 Jahren entrichten zu können. Mit der qualitativ hochwertigen Analyse der SCADA-Daten und der für die Langzeitkorrektur vorliegenden hoch aufgelösten Windatlasdaten bietet anemos eine Prognose mit geringer Unsicherheit; die Prognose der Standortgüte gemäß TR10 – 1 Jahr nach Inbetriebnahme. Somit hat der Betreiber bereits nach einem Betriebsjahr die Möglichkeit einzuschätzen, ob die Standortgüte über 2 % gegenüber der prognostizierten Standortgüte vor Inbetriebnahme abweicht und ob einer Unter- oder Überschätzung vorliegt.

Eine weitere Herausforderung ab Ende 2020 stellt der Weiterbetrieb von Altanlagen dar, die aus der Grundvergütung fallen. Diese gehen neben der Möglichkeit des Repowerings oder Weiterverkaufs z.B. in die Direktvermarktung oder schließen ein PPA ab. Die hierfür benötigten Ertragsprognosen berechnet anemos mithilfe einer bewährten SCADA-Datenanalyse, in der der Ertrag 100% energetisch rekonstruiert wird. Aus dem 20-jährigen historischen Betriebszeitraum wird ein mittleres Jahr berechnet. Zusätzlich kann die Schwankungsbreite des Ertrags auf Jahres-, Monats- oder Tagesbasis, sowie auch eine Prognose des Ertragsverlustes durch verschiedene Nichtverfügbarkeiten bestimmt werden.

Die neue Windatlas-Generation auf ERA5-Basis – Neue Anwendungen und Vorteile

In dem Projekt: „Bereitstellung eines präzisen, validierten und aufbereiteten Datensatzes, zur kurzfristigen Umsetzung eines Windatlas am Umweltbundesamt (UBA)“ wurde von anemos ein Windatlas für Deutschland entwickelt, welcher in Qualität und Genauigkeit neue Maßstäbe setzt. Der Windatlas wird am UBA für die Validierung der Höchstwertregionen der technologie­übergreifenden Ausschreibung von Wind und Solar herangezogen. Dafür mussten hohe Qualitätsstandards erfüllt werden: Hohe bis sehr hohe Korrelationen zu Messungen oder Erträgen, keinen signifikanten Fehler im Jahresgang sowie eine hohe Genauigkeit in der mittleren Windgeschwindigkeit.

Daneben bietet der neue Windatlas gegenüber den Vorgängern den wertvollen Vorteil bereits zwei Wochen nach Ende des Monats zur Verfügung zu stehen. Demnach können Betreiber, Portfolio-Manager und Betriebsführer nun zeitnah auf die anemos Ertrags- und Windindizes zugreifen. Für Ertragsgutachten stellen vor allem die bessere Korrelation und die Jahresgangkorrektur eine signifikante Verbesserung dar, da Restriktionen genauer berechnet werden können. Für Ersteinschätzungen ist die genaue mittlere Windgeschwindigkeit mit einer räumlichen Auflösung von bis zu 25 x 25 m² von Vorteil. Eine neue Anwendung ist die schnelle und standortgenaue Berechnung des Windpotentials und der sektoriellen Weibullparameter.

Die Basis des neuen anemos Windatlas für Deutschland bilden die ERA5 Reanalysedaten, sowie ein auf Deutschland optimiertes Wettermodell. Die hohe Qualität des Windatlas wird durch das bereits bewährte „Remodelling-Verfahren“ erreicht. Da generell in den Reanalysedaten eine Abweichung im Jahresgang vorhanden ist, konnte die Implementierung einer Jahresgangkorrektur den Windatlas zusätzlich verbessern. Diese ermöglicht vor allem bei Langzeitbezügen von Kurzzeitmessungen und monatsabhängigen Restriktionen (Fledermaus) einen deutlichen Qualitätssprung.

Die Genauigkeit des Windatlas wurde durch den NEWA Ferry LiDAR Benchmark ’Comparing mesoscale models with lidar measurements along a ship route’ (doi:10.3390/rs10101620) sowie einer internen und externen Verifizierung mit über 100 unabhängigen Windmessungen nachgewiesen.

Michael Slembeck, SKF Lubrication Systems Germany GmbH

Weiterbetrieb: Einfache Maßnahmen, große Ersparnisse mittels Zentralschmieranlagen.

Weiterbetrieb von Windkraftanlagen ist in aller Munde, denn nicht alle Standorte sind zum Repowering geeignet.  Somit ist der Weiterbetrieb älterer Anlagen oft die einzige Alternative! Der Haupterfolgsfaktor dabei lautet: Kostensenkung …
SKF unterstützt seine Kunden, Partner, Betreiber und Wartungsunternehmen mit maßgeschneiderten Lösungen, um einen effizienten Weiterbetrieb zu sichern.
Heute stelle ich einige dieser Lösungen vor und freue mich auf einen anschließenden, regen Erfahrungsaustausch.

Bernhard Schowe- von der Brelie, FGH GmbH

Ein neuer Rahmen für die Netzintegration - die European Network Codes

Der Beitrag gibt einen Überblick über die 2016 eingeführten Europäischen Netzkodizes, insb. zu den Anschlussbedingungen, die die Basis für die 2018 aktualisierten und seit 2019 getltenden VDE-Anwendungsregeln bilden. Die Umsetzung in Deutschland wird eingeordnet in die entsprechenden Prozesse in den europäischen Mitgliedsstaaten. Der Beitrag endet mit einem Ausbick auf die weitere Entwicklung künftiger Anschlussbedingungen.

Dr. Jan Thiele, Dombert Rechtsanwälte

Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen

Die Windenergiebranche hat einen massiven Einbruch erlebt – die Ausbauzahlen im Jahr 2019 sind auf einem historisch niedrigen Stand gefallen. Als Hauptgrund hierfür werden zum einen überlange Genehmigungsverfahren ausgemacht. Die durchschnittliche Verfahrensdauer hat sich nahezu verdreifacht. Um vor diesem Hintergrund ein erfolgreiches immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren zu führen, müssen die Hindernisse frühzeitig erkannt und überwunden werden. Zudem ist es wichtiger denn je, die sich im Genehmigungsverfahren bietenden Beschleunigungsinstrumente zu kennen und richtig anzuwenden.

Jens Tuckermann, NATURSTROM AG

Möglichkeiten der Stromvermarktung nach Auslauf der EEG-Vergütung

- Einnahmen sichern, Kosten senken, Betrieb optimieren
- Technische Voraussetzungen für den Weiterbetrieb
- Vertragsgestaltung in Zeiten niedriger Vermarktungspreise

Dr. Cora Voigt, EB - Sustainable Investment Management GmbH

Regulatorikvergleich Windenergie Frankreich zu Deutschland Einspeisetarif und Direktvermarktung

Auch im französischen Tarifregime zur Förderung von Windenergie sind analog zum deutschen Förderregime Anpassungen auf Basis der tatsächlichen Erzeugung vorgesehen. Dies ist in Frankreich betreiberfreundlicher ausgestaltet und folgt dem Prinzip der Renditeneutralität. Die Novellen in Frankreich sehen analog zu Deutschland eine verpflichtende Direktvermarktung vor. Die anzulegenden Preise liegen deutlich über dem deutschen Niveau. Gleichzeitig führen auch in Frankreich Negativpreise im Day-Ahead Handel zu Verlusten bei den Betreibern. Der Kompensationsmechanismus in Frankreich wird vorgestellt und den aktuellen und langfristig zu erwartenden Verlusten in Deutschland gegenübergestellt.

Marc Weißenborn, Deutsche Windtechnik Offshore und Consulting GmbH

BPW – wie Weiterbetrieb über die Entwurfslebensdauer hinaus gestalten?

Wie lässt sich die Bewertung und Prüfung eines möglichen Weiterbetriebs zusammen gestalten? Welche Rolle spielt dabei die Anlagendokumentation?

Wir möchten Möglichkeiten aufzeigen, wie sich mittels des analytischen Teils die spezifische Standorteignung des jeweiligen WEA-Typs untersuchen lässt und wie im praktischen Teil der technische Anlagenzustand geprüft wird. Dabei wird festgestellt, ob dieser für einen Weiterbetrieb über die geplante Nutzungsdauer hinaus hinreichend ist.

 

Dr. Bernd Wust, Kapellmann und Partner Rechtsanwälte mbB

Aktuelle Rechtsfragen bei der Umsetzung von Bürgerwindparks - Bürgerenergiegesellschaft, Prospektpflicht und BaFin

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an Windparkprojekten hat sich über Jahre als bestes Mittel zur Sicherung der Akzeptanz bewährt.
Auf dem Weg zum Bürgerwindpark sind aber einige rechtliche Hürden zu beachten. So hat der BGH zuletzt die Anforderungen an Bürgerenergiegesellschaften nach dem EEG konkretisiert. Bei der Beteiligung von Privatpersonen sind ferner regulatorische Anforderungen zu berücksichtigen, inbesondere die Prospektpflicht.
Im Beitrag werden die akutellen Entwicklungen zusammengefasst und Tipps für die praktische Umsetzung von Bürgerprojekten gegeben.

 

Thomas Zapp, GreenGate AG

Digitale Einsatzplanung – flexibel vor Ort

Dienstleistungsunternehmen wachsen und bauen ihre Leistungen aus. Immer mehr Techniker und Serviceobjekte müssen verwaltet werden. Wie behält man die Übersicht über die Aufgaben? Wie erstellt man eine optimierte Einsatzplanung?

Anhand von Praxisbeispielen stellt der Vortrag Dispositionsmethoden vor und erläutert, wie sich effiziente Tages- und Wochenplanungen gestalten lassen. Schön wär´s, wenn´s dabei bleibt. Da aber kurzfristige Planänderungen das Tagesgeschäft prägen, werden weitere mobile Lösungen aufgezeigt: Sie gewährleisten, dass Servicetechniker dringende Reparaturaufträge vorrangig behandeln und abarbeiten können.