Pressemitteilung
Netze, Speicher, Flexibilität: Die eigentliche Systemfrage der Energiewende
18. Branchentag Windenergie NRW rückt politische und infrastrukturelle Engpässe der Transformation in den Mittelpunkt / 30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss
Grevenbroich/Neuss, 12. Mai 2026. – Mehr Windenergie allein reicht nicht. Der 18. Branchentag Windenergie NRW rückt deshalb die Frage in den Mittelpunkt, an der sich der Erfolg der nächsten Phase der Energiewende tatsächlich entscheidet: Wie werden Erzeugung, Netze, Speicher und Flexibilität so zusammengeführt, dass daraus ein stabiles, bezahlbares und wettbewerbsfähiges Energiesystem entsteht?
Genau an dieser Stelle verschiebt sich auch die politische Debatte in Deutschland und Europa spürbar: Weg von der reinen Ausbaufrage, hin zur Systemintegration. Die Europäische Kommission macht in ihrer Darstellung zur Reform des europäischen Strommarktdesigns deutlich, dass das Stromsystem widerstandsfähiger, Verbraucher und Unternehmen unabhängiger von kurzfristigen Strompreisspitzen und langfristige Verträge wie PPAs sowie zweiseitige Differenzkontrakte gestärkt werden müssen.
Unter der Schirmherrschaft von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Ministerpräsidentin, greift der 18. Branchentag Windenergie NRW damit ein Thema auf, das für Nordrhein-Westfalen als Energie-, Industrie- und Transformationsland von zentraler Bedeutung ist. Denn hier treffen hohe industrielle Nachfrage, große Infrastrukturbedarfe, kommunale Umsetzungspraxis und der weitere Ausbau erneuerbarer Energien unmittelbar aufeinander. Gerade in NRW entscheidet sich besonders konkret, ob aus zusätzlicher Erzeugung auch Versorgungssicherheit, Investitionssicherheit und industrielle Wertschöpfung entstehen.
Politische Debatte: vom Ausbau zur Systemintegration
Dass sich die politische Diskussion sichtbar verschoben hat, zeigt bereits der Blick auf die Netze. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte Ende April 2026 mit, dass die Bundesregierung den bedarfsgerechten und kosteneffizienten Ausbau der Übertragungsnetze mit 45 neuen Stromleitungsvorhaben vorantreiben will. Die Bundesregierung erklärte dazu, leistungsfähige Hochspannungsnetze seien für eine sichere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung unverzichtbar. Damit wird der Netzausbau politisch nicht mehr nur als nachgelagerte Folge des Ausbaus erneuerbarer Erzeugung behandelt, sondern als zentrale Voraussetzung für ein funktionierendes Energiesystem.
Speicher und Flexibilität rücken regulatorisch ins Zentrum
Auch regulatorisch verschiebt sich der Fokus. Die Bundesnetzagentur hat im Rahmen des Festlegungsverfahrens zur Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom im Januar 2026 Orientierungspunkte zu den Speichernetzentgelten veröffentlicht. Damit macht die Behörde deutlich, dass Speicher, Flexibilität und netzdienliches Verhalten künftig stärker in die Netzentgeltlogik eingebunden werden sollen.
Parallel dazu zeigt der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045, den die vier Übertragungsnetzbetreiber im März 2026 vorgelegt haben, welche Rolle Speicher und Flexibilität in der Systemplanung inzwischen einnehmen. Für das Zieljahr 2037 werden dort – je nach Szenario – 46,7 bis 65,3 Gigawatt Kleinbatteriespeicher sowie 41,1 bis 94,1 Gigawatt Großbatteriespeicher angesetzt. Zugleich weisen die Übertragungsnetzbetreiber darauf hin, dass mit wachsender Erzeugung, zusätzlicher Speicherung und zunehmender Flexibilisierung auch die Anforderungen an das Übertragungsnetz steigen.
Genau hier setzt der 18. Branchentag Windenergie NRW an. Denn mit jedem weiteren Zubau von Windenergie an Land und auf See steigen auch die Anforderungen an Netzausbau, Speicherintegration, digitale Steuerung und flexible Nachfrage, u.a. auch durch die Zusammensetzung der Einspeiseprofile von Wind an Land, auf See und den weiteren EE-Erzeugern im System. Wer heute über Windenergie spricht, muss deshalb auch über Netzengpässe, Systemkosten, Speicher, Netzentgelte, Investitionsbedingungen, die praktische Einbindung industrieller Lasten und die Zusammensetzung im Gesamtsystem einschließlich grünen Wasserstoffs sprechen. Die Systemfrage ist keine Nebenfrage mehr – sie ist die zentrale Umsetzungsfrage der Energiewende.
Europa setzt den Rahmen, NRW spürt die Folgen unmittelbar
Auch auf europäischer Ebene ist die Stoßrichtung klar. Die Europäische Kommission beschreibt die reformierten Regeln des Strommarktdesigns als Instrument, um den Strommarkt widerstandsfähiger zu machen, Energierechnungen weniger abhängig von kurzfristigen Preisspitzen zu gestalten und langfristige Verträge sowie zusätzliche Flexibilität im System zu stärken. Für Nordrhein-Westfalen ist das keine abstrakte Brüsseler Debatte, sondern unmittelbare Standortpolitik.
Gerade ein Industrieland wie Nordrhein-Westfalen ist darauf angewiesen, dass der Ausbau und die Verfügbarkeit erneuerbarer Erzeugung, Netzinfrastruktur, Speicher, Wasserstoff und flexible Nachfrage schneller zu einem belastbaren System zusammenwachsen. Die Branche braucht dafür Planungssicherheit, Investitionssicherheit und regulatorische Klarheit. Die Industrie braucht bezahlbaren, verlässlichen und zunehmend auch flexibel nutzbaren erneuerbaren Strom. Kommunen und Netzbetreiber wiederum brauchen Rahmenbedingungen, die Beschleunigung nicht nur versprechen, sondern praktisch ermöglichen.
Branchentag als Plattform für die eigentliche Systemdebatte
Der 18. Branchentag Windenergie NRW greift genau diese Gemengelage auf. Im Mittelpunkt stehen daher nicht nur Ausbaufragen, sondern die eigentlichen Engpässe und Hebel der Transformation: Netzausbau, Netzengpässe, Speicher, Flexibilitäten, industrielle Lastverschiebung, Wasserstoff, Marktmechanismen und regulatorische Weichenstellungen.
Damit behandelt der Branchentag Windenergie nicht isoliert, sondern als Teil eines größeren energie-, industrie- und standortpolitischen Zusammenhangs. Um diese Fragen zu vertiefen, bringt der Branchentag am 30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss Akteurinnen und Akteure aus Wirtschaft, Politik, Regulierung und Praxis zusammen.
Denn ob die Energiewende in ihre nächste Phase eintritt, entscheidet sich nicht allein am weiteren Ausbau der Erzeugung, sondern daran, ob Netze, Speicher und Flexibilität mit dem Systembedarf Schritt halten.
Der 18. Branchentag Windenergie NRW findet am 30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss statt.
Weitere Informationen unter:
www.nrw-windenergie.de
Pressekontakt:
Klaus Lorenz
Lorenz Kommunikation
Veilchenweg 10
41516 Grevenbroich
Tel.: +49 2182 57878 10
Mobil: +49 171 380 1740
E-Mail: k.lorenz@lorenz-kommunikation.de
Pressemitteilung
In NRW trifft Wind an Land auf Wind auf See
18. Branchentag Windenergie NRW rückt Energie, Netze, Wasserstoff und Speicher in den Fokus
30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss
Grevenbroich/Neuss, 29.04.2026 – Mehr Windenergie allein reicht nicht. Der 18. Branchentag Windenergie NRW rückt deshalb die entscheidende Frage der nächsten Transformationsphase in den Mittelpunkt: Wie werden Onshore- und Offshore-Wind mit Netzen, Speichern, Wasserstoff, Industrie und tragfähigen Marktmechanismen zu einem funktionierenden Energiesystem verbunden? Denn ob aus Erzeugung Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung werden, entscheidet sich nicht an der einzelnen Anlage, sondern am Zusammenspiel des Ganzen.
Mit der Schirmherrin Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Ministerpräsidentin, wirft der Branchentag Windenergie NRW einen Blick über den Tellerrand mit europäischer Perspektive und bleibt zugleich klar auf Nordrhein-Westfalen fokussiert – auf ein Bundesland, das energieintensive Industrie und Windindustrie an einem Standort vereint und Transformation auf vielen Ebenen gleichzeitig gestalten muss.
Onshore und Offshore-Wind als Teil der Systemtransformation
Für ein stabiles Stromnetz sind Onshore- und Offshore-Wind im richtigen Verhältnis ein wesentlicher Schlüssel zur Kostenersparnis im Gesamtsystem. Der weitere Ausbau der Windenergie an Land und auf See ist deshalb nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit Netzinfrastruktur, Speicherkapazitäten, Flexibilitäten und dem Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft. Genau diese Systemperspektive prägt den Branchentag 2026.
Das Netzengpassmanagement kostete über drei Milliarden Euro im Jahr 2025; ein großer Teil davon floss in fossile Kraftwerke, die weniger als 50 Prozent des Stromverbrauchs deckten. Zugleich liegt die Stromerzeugung aus Windenergie an Land und auf See deutlich über 30 Prozent der gesamten Stromerzeugung. Bereits im ersten Quartal 2026 erhöhte sich die Stromerzeugung aus Windenergie an Land gegenüber dem Vorjahresquartal um 27,5 Prozent, auf See sogar um 44,4 Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht nicht nur die wachsende Bedeutung der Windenergie, sondern auch die Notwendigkeit, das Gesamtsystem aus Erzeugung, Transport, Speicherung und Nutzung schneller weiterzuentwickeln und dringend den erforderlichen Netzausbau umzusetzen.
Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und Versorgung
Für Nordrhein-Westfalen bedeutet Windenergie industrielle und wirtschaftliche Stärke, Arbeitsplätze, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz. Der Branchentag bringt die Unternehmen dieser Branchenzweige aus und für NRW zusammen. Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Strommengen, sondern um die Frage, wie Energie bedarfsgerecht, bezahlbar und mit hohem Wertschöpfungsanteil für NRW als Strom oder grüner Wasserstoff bereitgestellt werden kann.
Diskutiert werden langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs), die die Dekarbonisierung energieintensiver Unternehmen in Nordrhein-Westfalen auf der Grundlage stabiler Energiepreise ermöglichen können, ebenso wie die Frage, wie Windparks auf See über indexierte Differenzkontrakte (CfDs) finanzierbar sind. Im Mittelpunkt steht zudem, wie Elektrifizierung mit der Versorgung der Grundstoffindustrie mit grünem Wasserstoff zusammenpasst und welche Bedeutung eine „Made in Europe“-Entwicklung für Nordrhein-Westfalen und für die Windindustrie in Europa hat. Auch daran zeigt sich: Der Branchentag behandelt Onshore- und Offshore-Wind nicht als Einzelthemen, sondern als Teil eines größeren industrie- und energiepolitischen Zusammenhangs.
Souveränität braucht Infrastruktur und Tempo
Die aktuellen Kriege und die damit einhergehenden Preisexplosionen bei Öl und Gas veranschaulichen die Bedeutung einer eigenständigen europäischen Energieversorgung. Eine sichere, stabile, kosteneffiziente und nachhaltige Energieversorgung kann ein entscheidender Standortvorteil für Nordrhein-Westfalen sein. Voraussetzung dafür ist ein beschleunigter Ausbau von Netzen, Pipelines, Elektrolyseuren, Speichern und nicht zuletzt der Windenergie an Land und auf See. Erst dieses Zusammenspiel stärkt Souveränität, schafft Investitionssicherheit für den Energie- und Industriestandort und eröffnet Perspektiven für wirtschaftlichen Aufschwung und Beschäftigung.
Dialogplattform für die nächste Phase der Energiewende
Um diese Entwicklung gemeinsam zu beschleunigen, treffen sich am 30. Juni und 1. Juli 2026 Expertinnen und Experten zum Dialog im Zeughaus Neuss. Lorenz Kommunikation und Offshore Wind Kommunikation greifen gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren der Windenergie an Land und auf See, politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie weiteren Organisationen die aktuellen Themen programmatisch und im direkten Austausch auf. Geschwindigkeit und Zusammenarbeit sind die entscheidenden Hebel.
Denn nur wenn Windenergie, Infrastruktur, industrielle Nachfrage, grüne Leitmärkte und NRW-Wertschöpfung zusammen gedacht werden, kann die Energiewende vor Ort zum wirtschaftlichen Erfolg werden. Das dafür erforderliche Know-how und die notwendigen Ausbildungsstrukturen sind in Nordrhein-Westfalen vorhanden und werden mit der Ausbildungsoffensive der Ministerin weiter beschleunigt.
Der 18. Branchentag Windenergie NRW findet am 30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss statt. Weitere Informationen: www.nrw.windenergie.de
Pressekontakt zum Veranstalter:
Klaus Lorenz
Lorenz Kommunikation
Tel.: +49 2182 57878 10
Mobil: +49 171 380 1740
E-Mail: k.lorenz@lorenz-kommunikation.de
Pressekontakt zum Partner Offshore Wind Kommunikation
für Fragen zum Themenbereich Offshore-Windenergie:
Heike Winkler
Offshore Wind Kommunikation
Tel.: +49 176 82450217
E-Mail: heike.winkler@offshore-kommunikation.de
Pressemitteilung
18. Branchentag Windenergie NRW 2026: Vom Wind aus das Energiesystem neu denken
30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss / Mehr als 80 Referentinnen und Referenten zu Windenergie an Land, Netzen, Speichern, Sicherheit, Kommunen, Industrie, Offshore-Wind, KI und der nächsten Stufe der Transformation
Grevenbroich/Neuss, 16.04.2026 – Der 18. Branchentag Windenergie NRW setzt am 30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss einen klaren programmatischen Akzent: die Energiewende entscheidet sich längst nicht mehr allein am Zubau von Anlagen an Land oder auf See, sondern am Zusammenspiel von Erzeugung, Netzen, Speichern, Digitalisierung, Sicherheit, Industrie, kommunaler Umsetzung und tragfähigen regulatorischen Rahmenbedingungen.
Mit mehr als 80 Referentinnen und Referenten aus Wirtschaft, Politik, Behörden, Wissenschaft und Praxis gehört der Branchentag Windenergie NRW auch 2026 zu den zentralen Foren der Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Unter der Schirmherrschaft von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie stellvertretende Ministerpräsidentin, bringt die Veranstaltung die Akteure einer Transformation zusammen, die weit über den Ausbau einzelner Technologien hinausgeht.
Windenergie bleibt Kern – das System rückt ins Zentrum
Der Branchentag kommt von der Windenergie, und dort liegt weiterhin sein Markenkern. Onshore-Wind bleibt für Nordrhein-Westfalen als Flächenland die entscheidende Ausbauachse. Offshore-Wind gewinnt zugleich auch für NRW weiter an Bedeutung: als Bestandteil eines leistungsfähigen erneuerbaren Stromsystems, als industrieller Impuls für Zulieferer und Wertschöpfungsketten sowie als strategischer Faktor für die Versorgung energieintensiver Branchen mit grünem Strom und perspektivisch auch mit grünem Wasserstoff.
Gerade aus dieser starken Verankerung in der Windenergie heraus entwickelt sich der Branchentag jedoch weiter. Er diskutiert nicht mehr nur die Erzeugungsseite, sondern zunehmend die Bedingungen, unter denen aus erneuerbarer Stromerzeugung ein stabiles, bezahlbares, sicheres und industrietaugliches Energiesystem wird. Damit beschreibt der Branchentag 2026 eine neue Phase der Debatte: weg von der isolierten Technologiesicht, hin zur Systemperspektive.
Nordrhein-Westfalen ist der Ort, an dem sich die Systemfrage entscheidet
Kaum ein Bundesland bündelt die Herausforderungen der Transformation so stark wie Nordrhein-Westfalen. Hier treffen energieintensive Industrie, kommunale Planungspraxis, Netzausbau, Flächenkonkurrenzen, Wasserstoffhochlauf, Zulieferindustrie, Forschung und politische Steuerung unmittelbar aufeinander. Genau deshalb ist NRW nicht nur ein wichtiger Windenergiestandort, sondern ein Realraum für die Frage, wie die Energiewende unter industriellen, infrastrukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen tatsächlich gelingen kann.
Der Branchentag greift diese Realität auf. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Windenergie an Land und auf See mit Netzen, Speichern, Flexibilitäten, digitaler Steuerung, industrieller Nachfrage und kommunaler Praxis so verbunden werden kann, dass aus Einzelmaßnahmen ein belastbares Gesamtsystem entsteht.
Onshore und Offshore als starke Säulen einer größeren Transformation
Onshore- und Offshore-Wind sind auf dem Branchentag 2026 deshalb nicht konkurrierende Einzelthemen, sondern starke Säulen eines größeren Zusammenhangs. Für Nordrhein-Westfalen bleibt Onshore der prägende Schwerpunkt. Gleichzeitig macht Offshore Wind Kommunikation das Thema Windenergie auf See bewusst sichtbar, weil die Bedeutung der Nordsee-Windenergie für Stromversorgung, Industrie, Lieferketten und Wasserstoffperspektiven auch für NRW spürbar wächst.
Damit sendet der Branchentag auch an Offshore-orientierte Fachmedien ein klares Signal: Offshore ist ein wichtiges Thema für und in Nordrhein-Westfalen. Zugleich bleibt der Anspruch des Formats breiter. Es geht nicht darum, einzelne Segmente gegeneinander zu stellen, sondern die Beiträge beider Bereiche für das künftige Energiesystem zusammenzuführen.
Netze, Speicher und Infrastruktur werden zur entscheidenden Bewährungsprobe
Dass der Ausbau der Windenergie allein nicht ausreicht, zeigt sich besonders bei Netzen und Speichern. Der Nutzen erneuerbarer Erzeugung wächst nur dann voll aus, wenn Netzinfrastruktur, Anschlusskapazitäten, Speicher und Flexibilitäten Schritt halten. Deshalb gehören Netzengpässe, Beschleunigung, Infrastrukturplanung und Systemintegration zu den zentralen Themen des Branchentags 2026.
Gleiches gilt für das gesamte Speicherthema. Speicher sind längst kein Zusatz mehr, sondern eine Kernfrage des Energiesystems – technisch, wirtschaftlich, regulatorisch und juristisch. Sie entscheiden mit über Netzstabilität, Versorgungssicherheit, Marktintegration und Investitionsbedingungen. Der Branchentag greift daher nicht nur technologische Optionen auf, sondern auch die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die über Skalierung und Wirtschaftlichkeit entscheiden.
Digitalisierung, KI und Sicherheit sind keine Nebenthemen mehr
Mit der Transformation wächst auch die Bedeutung digitaler Steuerung. Auf dem Branchentag geht es dabei nicht um Schlagworte, sondern um konkrete Anwendungen: datenbasierte Betriebsoptimierung, vorausschauende Wartung, schnellere Genehmigungs- und Planungsprozesse, effizienteres Flexibilitätsmanagement und neue Möglichkeiten für Netzsteuerung und Systembetrieb. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung werden damit zu praktischen Hebeln für die nächste Ausbaustufe der Energiewende.
Parallel dazu rückt das Thema Sicherheit stärker in den Vordergrund. Diskutiert werden sowohl Fragen der Cybersecurity als auch die physische Sicherheit und Resilienz kritischer Energieinfrastrukturen. In einer Lage wachsender geopolitischer Spannungen ist klar: Energiepolitik ist längst auch Sicherheits-, Infrastruktur- und Standortpolitik.
Kommunen und Industrie werden zu Schlüsselakteuren des Umbaus
Die Energiewende entscheidet sich nicht im Grundsatzpapier, sondern vor Ort. Deshalb nimmt der Branchentag auch die Rolle der Kommunen gezielt in den Blick. Städte und Gemeinden sind Genehmigungs-, Beteiligungs- und Umsetzungsraum zugleich. Hier geht es um Planungssicherheit, Akzeptanz, regionale Wertschöpfung und die Frage, wie Projekte rechtssicher und beschleunigt realisiert werden können.
Ebenso zentral ist die Verbindung von Industrie und Windenergie. Gerade für Nordrhein-Westfalen ist sie von strategischer Bedeutung. Die Industrie braucht verlässliche, bezahlbare und planbare erneuerbare Energie. Gleichzeitig hängen an der Windenergie selbst industrielle Kapazitäten, Zulieferstrukturen, Dienstleistungen, Innovationen und neue Wertschöpfungsketten. Der Branchentag verhandelt damit nicht nur Fragen des Ausbaus, sondern auch die Zukunft des Standorts NRW.
Auch die nächste Phase der Windenergie gerät in den Fokus
Mit Rückbau, Repowering und Nachnutzung greift der Branchentag zudem ein Themenfeld auf, das in den kommenden Jahren deutlich an Gewicht gewinnen wird. Wenn Anlagen aus der EEG-Förderung herausfallen, stellen sich neue technische, wirtschaftliche und rechtliche Fragen. Auch daran zeigt sich der systemische Anspruch der Veranstaltung: Es geht nicht nur um neue Anlagen, sondern ebenso um Flächen, Infrastruktur, Bestände und sinnvolle Weiterentwicklung vorhandener Standorte.
Der Branchentag entwickelt sich mit der Energiewende weiter
Der 18. Branchentag Windenergie NRW bleibt damit seiner Herkunft treu und setzt zugleich einen neuen Schwerpunkt. Windenergie an Land und auf See bleibt das Fundament. Zunehmend geht es jedoch um mehr: um die Transformation des gesamten Energiesystems und um die Frage, wie Nordrhein-Westfalen diese Transformation wirtschaftlich stark, industriell anschlussfähig, kommunal tragfähig und sicher gestalten kann.
Veranstaltet wird der 18. Branchentag Windenergie NRW von Lorenz Kommunikation. Der Offshore-Wind-Bereich wird erneut in Kooperation mit Offshore Wind Kommunikation eingebunden. Auch organisatorisch wird damit sichtbar, wofür der Branchentag steht: für die Verbindung unterschiedlicher Perspektiven und für den Anspruch, vom Wind aus das Ganze in den Blick zu nehmen.
Der 18. Branchentag Windenergie NRW findet am 30. Juni und 1. Juli 2026 im Zeughaus Neuss statt.
Weitere Informationen:
www.nrw-windenergie.de
Pressekontakt:
Klaus Lorenz
Lorenz Kommunikation
Veilchenweg 10
41516 Grevenbroich
Tel.: +49 2182 57878 10
Mobil: +49 171 380 1740
E-Mail: k.lorenz@lorenz-kommunikation.de
© Lorenz Kommunikation 2026. All Rights Reserved
Quellen:
http://<a href=“https://www.flaticon.com/free-icons/technology“ title=“technology icons“>Technology icons created by Freepik – Flaticon</a>
Theme by SKTThemes